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Neuerscheinungen

Vanessa Aab: Das Bildpotential im Zeitalter des digitalen Hybridfilms. Die Mise en images im Wandel der Technologie am Beispiel des Stilmittels der Plansequenz in Victoria und Birdman

Band 12 der Reihe Hefte zur Medienkulturforschung, hg. v. Thomas Weber 2015
2015, 52 S., ISBN 978-3-86938-077-3, 10.00 EUR

Karl Prümm forderte 2004 einen Paradigmenwechsel in der Fokussierung der Filmwissenschaftler, die klassisch auf der Mise en scène  lag und stattdessen auf die „Mise en images“  gelenkt werden sollte. Dieser Forderung liegt die Überzeugung zugrunde, dass die Kamera jene Instanz sei, der die Ästhetik des Films wesentlich entstammt. Die Aktualität dieses Gedankens zeigt sich heute in der Problematisierung des Medienwechsels von klassischer Kinematographie zum digitalen Filmbild, welches die Kamera als alleinigen Bildproduzenten durch teilweise computergenerierte Bilder abgelöst hat. Anhand der Analyse zweier Spielfilme, deren Ästhetik sich an der ambivalenten Schnittstelle von klassischer und digitaler Bildgestaltung bewegt, soll das Konzept einer fotografischen Filmanalyse aktualisiert werden.

Michaela Ott: Affektionsbilder: ihre transkulturelle Migration

Band 11 der Reihe Hefte zur Medienkulturforschung, hg. v. Thomas Weber 2015
2015, 64 S., ISBN 978-3-86938-078-0, 12.00 EUR

Das Affektionsbild, ein Begriff aus Deleuzes Filmphilosophie, wird hier in seiner Entwicklung zum expressiven Ausdruck der modernen Malerei nachgezeichnet, die erst dank der Inspiration durch nicht-westliche, aber nicht anerkannte künstlerische Artikulationsweisen zu ihrem rein flächigen und abstrakten „Wesen“ gelangt. Afroamerikanische und afrikanische Gemälde und Filme verdeutlichen die ideologische Gewalt, die diesen forcierten „Reinigungsprozess“ vorantreibt, zeigen heute das Verdrängte und kulturelle Bedingte dieser modernen künstlerischen Farb- und Formgebung an und kodieren sie ansatzweise um.

Brian Winston: “Ça va de soi”. Die visuelle Repräsentation von Gewalt im Holocaust-Film

Band 10 der Reihe Hefte zur Medienkulturforschung, hg. v. Thomas Weber 2015
2015, 64 S., ISBN 978-3-86938-079-7, 12.00 EUR

Brian Winston greift die Debatte um die Nicht-Darstellbarkeit der Gewalt des Holocausts auf und weist darauf hin, dass vor jeder moralischen Überlegung zunächst einmal die fast vollständige Abwesenheit von audiovisuellen Zeugnissen konstatiert werden muss. Wie kann der Dokumentarfilm dennoch ein Bild des Grauens zeigen? In Referenz auf den Verfremdungseffekt („ostranenie“) analysiert er den Korpus der seit dem Zweiten Weltkrieg erschienenen Dokumentarfilme (darunter Resnais’ „Nuit et Brouillard“ und Lanzmanns „Shoah“) und argumentiert für den Animationsfilm als eine mögliche Lösung des dokumentarischen Repräsentationsdilemmas.

Synergies – Pays germanophones n° 8 (2015) : Multilinguisme : enseignement, littératures et cultures au Luxembourg (coordonné par Marie-Anne Hansen-Pauly et Vic Jovanovic)

2015, 148 Seiten, frz., ISBN 978-3-86938-071-1, ISSN 1866-5268

La situation linguistique au Luxembourg a beaucoup évolué depuis les années 80, quand le luxembourgeois est devenu langue nationale (avec le français et l’allemand). Dans ce numéro nous présentons l’interaction complexe des langues et cultures, le potentiel créatif du multilinguisme, les répercussions sur l’enseignement et le monde du travail.

Das kleine Luxemburg war schon immer geprägt von Mehrsprachigkeit. Neben Französisch, Deutsch und Luxemburgisch gibt es durch zunehmende Einwanderung heute eine immer buntere Sprachenvielfalt. Das hier verborgene kreative Potential, die Interaktion von Sprachen und Kulturen und die Auswirkungen auf Bildung und Arbeitswelt sind Themen der 8. Ausgabe von Synergies Pays germanophones.

Ann Kimminich/Anja Ellenberger/Marianne von Deutsch/Claudia Willke (Hrsg.): Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch. Werkinterviews FilmKunst

2015, 196 Seiten, ISBN 978-3-86938-074-2, 18.00 EUR

1979 unterzeichneten Wim Wenders, Hark Bohm, Werner Herzog, Reinhard Hauff und andere Filmemacher die Hamburger Erklärung. Nur ein Jahr später entstand die erste kulturelle Filmförderung Deutschlands, das Hamburger Filmbüro. Damit war der Weg frei für ein Filmschaffen, das sich durch narrative Vielfalt und ästhetische Radikalität auszeichnete und Hamburg neben Oberhausen zum wichtigsten kreativen Biotop für Filmemacher_innen aller Genres werden ließ.

Fast vier Jahrzehnte später sprach der Hamburger Communitysender TIDE mit einigen der bekannten und weniger bekannten, legendären und aufregenden Filmemacher_innen von damals. Die Interviews bieten einen überaus spannenden und unterhaltsamen Einblick in die Zeit des filmisch-künstlerischen Aufbruchs in Hamburg.

Manfé, Michael et al.: Revolutionen des Gewissens

2015, 144 Seiten, ISBN 978-3-86938-075-9, 18.00 EUR.

Eine unerwartete Revolution kündigt leise ihren Beginn an, so die optimistische Hoffnung. Sie findet ihren Ausgang in der Revitalisierung des Gewissens, das seine Widerworte wiedergefunden hat und sich mittels einer stillen Exzentrik zu Wort meldet. Überraschend, vielleicht etwas verspätet, aber immerhin. Nun strebt es zurück an seinen wohlverdienten Platz und versucht auf der Bühne des Alltags eine Hauptrolle einzunehmen, um das Publikum unwiderstehlich in seinen Bann zu ziehen und ein Zeitalter voller humaner Visionen einzuläuten. Die unterschiedlichen Essays brechen das Schweigen des Gewissens, reichen ihm die Hand und unterstützen es bei seiner Suche nach einer geeigneten Sprache. Das Gewissen wird dabei beständig im Zentrum des Bewusstseinsfeldes begrüßt. Von dort aus kann es dem Ich soufflieren und Großes entstehen lassen, indem das Kleine mit Bedacht seine Rolle erhält.

Frank Hartmann (Hg.): Sachbild und Gesellschaftstechnik. Otto Neurath

Band 3 der Reihe Forschung Visuelle Kultur, herausgegeben von Frank Hartmann
2015, 200 Seiten, ISBN 978-3-86938-056-8, 32.00 EUR

Als Pionier der Visuellen Kommunikation hat Otto Neurath (1882–1945) grundlegende Ideen zur modernen Gestaltung von Bildstatistik entwickelt. Politik und Wirtschaft, aber auch Wissenschaft in einer Medienmoderne, die neue Visualitäten erlaubt, verlangen nach einer Bildersprache, die veränderten Ansprüchen und neuen Belangen genügt: Eine Gesellschaft, die sich in der globalen Medienkultur zunehmend visuell organisiert, braucht nicht nur Fotos, Filme und Illustrationen, sondern vor allem auch: Sachbilder, diagrammatische Darstellung und Verdeutlichung.

Die Beiträge in diesem Band erforschen die Dimension der posttypografischen Form (Frank Hartmann), der soziologischen Grafik (Benjamin Benus), der Kartierung von Stadt (Sophie Hochhäusl), der Siedlungsbewegung (Nader Vossoughian), der Infografik im Film (Alexander Schwinghammer) und der gesellschaftlichen Relevanz von Infografiken (Yuri Engelhardt). Mit zwei Originaltexten von Otto Neurath („Das Sachbild“, 1930 und „Statistische Hieroglyphen“, 1926) und zahlreichen Abbildungen.

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