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Averbeck-Lietz, Stefanie: Kommunikationstheorien in Frankreich

 

Averbeck-Lietz, Stefanie

Kommunikationstheorien in Frankreich. Der epistemologische Diskurs der Sciences de l’information et de la communication (SIC) 1975 – 2005.

Hardcover, 552 Seiten, ISBN 978-3-86938-011-7, 54.00 EUR.

oder Direktbestellung beim Verlag

 

Die Studie zeichnet die Ideengeschichte der französischen Sciences de l’information et de la communication (SIC) seit ihrer Institutionalisierung im Jahr 1975 nach. Dabei werden Ideen- und Sozialgestalt dieser Wissenschaft eng aufeinander bezogen. Angewandt wird ein wissen-schaftssoziologisches und -historisches Instrumentarium, das die Identität und die fachlichen Diskurse von Wissenschaftlergenerationen in den Mittelpunkt stellt. Der zentrale ideengeschichtliche Strang verläuft von den semiotisch-linguistischen Ursprüngen der SIC (so die „Gründerväter“ Roland Barthes und Robert Escarpit) zu sozial-konstruktivistischen Ansätzen heute (so von Eliséo Véron und Alex Mucchielli). Bindeglied zwischen Semiotik und Sozialkonstruktivismus war die Erweiterung der Semiotik um Pragmatik, die insbesondere transnationalen Einflüssen geschuldet ist, nämlich Adaptionen aus der US-amerikanischen Sozialphilosophie (Mead) sowie interaktionistischen Perspektiven der „Schule“ von Palo Alto (Bateson, Birdwhistell, Watzlawick). Daraus ergeben sich entscheidende Unterschiede zu der traditionell am US-amerikanischen „Mass communication research“ in der Nachfolge Paul F. Lazarsfelds orientierten deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft.

INHALTSVERZEICHNIS

Vorbemerkungen
Einführung

1. Fachhistoriografie und -systematik
1.A. Forschungsstand und Quellen
1.B. Grenzüberschreitungen? Über deutsche, französische und
internationale Kommunikationswissenschaft
1.B.a. Disparate Rezeptions- und Adaptionslinien
1.B.b. Internationalisierungsstrategien
1.B.c. Interkulturelle Dimensionen der Theoriebildung
1.B.d. Übersetzungen und Rezensionen
1.B.e. Mediologie
1.C. Epistemologischer Diskurs und Epistemologie
1.C.a. Wissens-, Wissenschaftssoziologie und
Kommunikationstheorie
1.C.b. Triadischer Epistemologiebegriff
1.C.c. Abgrenzung zu Diskursanalyse und Diskursethik:
Handlungsebene „Wissenschaftlergeneration“
1.C.d. Epistemologiebegriff der SIC
1.C.e. Fachepistemologie in Deutschland und Frankreich
1.C.f. Exkurs: Kommunikationstheorie und Epistemologie
1.C.g. Generelles Phasenmodell der Wissenschaftsentwicklung

2. Fach- und Ideengeschichte der SIC
2.A. Institutionalisierungsprozess der SIC: Von der Literaturwissenschaft
und Linguistik zur Kommunikationswissenschaft
2.A.a. Externe Anforderungen: Wissenschaftspolitik und
Nachbardisziplin Soziologie
2.A.b. Centre d’études de communication de masse (CECMAS)
2.A.b.a. CECMAS goes USA: Friedmann und Lazarsfeld
2.A.b.b. Edgar Morin und die SIC
2.A.b.c. Abraham Moles und die SIC
2.A.c. Gründungsinitiative für die SIC
2.A.d. Die „Ecole Bordelaise“
2.B. Escarpits Beitrag zur Kommunikationstheorie
2.C. Lehr- und Sozialgestalt ab 1975: Expansion
2.C.a. Sozialgestalt: Sektion 71 im CNU
2.C.b. Lehrgestalt: Diversifizierung und Praxisorientierung
2.D. Vorläuferinstitutionen der SIC 1899-1972
2.E. Entwicklungsphasen der SIC
2.E.a. Kanonisierung: Forschungsgegenstände
2.E.b. Phasenmodell der SIC
2.E.c. Handlungstheorie und Bezüge zu den Cultural Studies:
Michel de Certeau
2.E.d. Rezeptions- und Innovationsforschung:
Centre National des télécommunications (CNET)
2.F. Ideengestalt: Soziale Kommunikation
2.F.a. Denkmotive sozialer Kommunikation
2.F.b. Die SIC und die „Schule von Palo Alto“
2.F.c. Synthese: Formalobjekte der Kommunikationswissenschaft
in Deutschland und Frankreich
2.F.d. Exkurs: Soziale Kommunikation in der
Münchner Zeitungswissenschaft

3. Der epistemologische Diskurs der SFSIC 1975-2005
3.A. Die Fachgesellschaft Société Française des Sciences de l’information
et de la communication (SFSIC)
3.A.a. Die Quelle La lettre d’inforcom
3.A.b. Die Quelle Tagungsbände der SFSIC
3.B. Epistemologischer Diskurs um die Grundbegriffe
3.B.a. Kommunikations- oder Informationswissenschaft?
3.B.b. Zum Kommunikationsbegriff der „Gründerväter“
3.B.c. Zum Kommunikationsbegriff der „Schüler“
3.C. Epistemologischer Diskurs um den Status als Wissenschaft:
Mono-, Inter-, Pluri- oder Transdisziplinarität?

4. Zentraler Diskurs: Von der „Sémio-Pragmatique“
zum „Constructivisme sociale“ (1980-2005)

4.A. Semiotik und Pragmatik
4.B. Sozialer oder radikaler Konstruktivismus?
4.C. Eliséo Véron: Von der Semio-Pragmatik zum
sozialen Konstruktivismus
4.C.a. Kritik des Strukturalismus: „La sémiosis sociale“
4.C.b. Medienrealität „Harrisburg“
4.D. Alex Mucchielli: Sozialer Konstruktivismus

Zusammenfassung und Ausblick

Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis

I Sammelveröffentlichungen
II Monografien
III Beiträge in Fachzeitschriften und
Sammelwerken
IV Internetquellen und Online-Publikationen
V Unveröffentlichte Quellen
VI Auskünfte und Interviews

Personenregister
Sachregister

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