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Schmidt, Stefanie: Film und Erinnerung

Stefanie Schmidt

Film und Erinnerung. Das „Kristallbild“ von Gilles Deleuze als Verschränkung von Sagbarem und Sichtbarem oder Psychoanalyse und Zeitphilosophie

160 S., ISBN 978-3-930064-59-5, 20.00 EUR

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Film und Erinnerung unternimmt den interessanten Versuch, die zwei großen Strömungen der Filmtheorie zu verbinden: Psychoanalyse und philosophische Bildtheorie. Im Hinblick auf einen vergleichenden Bezug zu der zeitphilosophischen Filmtheorie von Gilles Deleuze werden die bildhaften und sprachlichen Aspekte des Gedächtnisses und des Films, wie sie einmal in Anschluss an die Linie Freud/Lacan und zum anderen bei Bergson/Deleuze entwickelt werden, diskutiert. Hierbei geht es um die Konfrontation von sprachlichen versus visuellen Bildtheorien als Spannung von Sag- und Sichtbarem bzw. Semiotik und Zeitphilosophie in Bezug zur Filmtheorie. Das Kino wird hier seit Bergson und in der Tradition von Freuds optisch-apparativen Metaphern zu einer Art pièce de résistance, welches der Konzeption des Deleuzschen Kristall-Bildes entspricht. Dieses theoretische Modell zeichnet sich durch sein prekäres Verhältnis der sichtbaren Welt zu ihrer logischen Erfassung in sprachlichen, also arbiträren Zeichen aus. Über das Deleuzsche Kristall-Bild entsteht schließlich eine Verbindung der Gedankenmodelle Freuds, Bergsons und Deleuzes, das Kino und seine Theorien jedoch bleiben in diesem Spannungsverhältnis stecken.

INHALTSVERZEICHNIS:

Einleitende Gedanken
E.1. Die zwei Wahrnehmungsformen der Erinnerung im Kino: Das Sichtbare und das Sagbare
E.1.1. Symbolisierung des Erinnerungsdiskurses
E.1.2. Die Erinnerung als Bild
E.1.2.1. Zeitlichkeit des Bildes

Kapitel 1: Ursprung und Metaphorik der Erinnerung
1.1 Begriffsdefinition von Erinnerung
1.2 Zum Methaphernbegriff: Wachstafel und Magazin als Ursprungsmetaphern der Memoria
1.2.1. Die topographische Gründungslegende individueller Mnemotechnik
1.2.1.1. Begriffsbestimmung Bild: Komplexität, Uneindeutigkeit
1.2.1.2. Von der Metapher zum Bild: Die ikonische Differenz
1.2.1.3. Die Rückkehr der Bilder als ikonische Wendung der Moderne
1.2.2. Schriftmetapher: Buch, Palimpsest, Spur

Kapitel 2: Freud und die Gedächtniskonzeption der Psychoanalyse am Beispiel der Hysterie
2.1. Von der Schrift zur Spur-Metapher: Das anamnestische Gedächtnis
2.1.1. Freuds Wunderblock
2.2. Freud: Das Gedächtnis im Entwurf
2.2.1. Freuds Gedächtnis in seiner Traumdeutung
2.2.1.1. Der seelische Apparat
2.2.1.2. Erinnerungsspur
2.2.1.3. Erinnerungsbilder
2.2.1.4. Die Konzeption von Vergessen
2.2.2. Fazit Freuds topisches Modell
2.3. Die Hysterie
2.3.1. Hysterie und Fotografie
2.3.2. Die Konstruktion der Hysterie als Gedächtniskrankheit:
2.3.3. Bezug Hysterie zum Diskurs der Erinnerungsproblematik und dem Kino
2.3.3.1. Das Schauspiel der hysterischen Frauen
2.3.3.2. Sprechkur: theoretischer Bezug zum Kino
2.3.4. Fazit Hysterie
2.4. Freud und das Kino
2.4.1. Lacans Konzeption der Spiegelphase
2.4.2. Das Symbolische – Das Unbewusste ist strukturiert, wie eine Sprache
2.5. Psychoanalytische und semiologische Filmtheorie
2.5.1. Apparatus-Theorie
2.5.2. Theorie des Suture
2.5.3. Fazit Freud und die psychoanalytische Filmwissenschaft

Kapitel 3: Bergson und die Gedächtniskonzeption der Philosophie
3.1. Das peircesche Überblendungsmodell
3.1.1. Psycholoanalyse versus Philosophie bezüglich der Erinnerung
3. 2. Bergsons Gedächtniskonzeption
3.2.1. Bergsons Zeitphilosophie: Zeit versus Dauer
3.2.1.1. Dauer als Gedächtnis
3.2.2. Materie und Gedächtnis
3.2.2.1. Wahrnehmungen und Erinnerungen
3.2.2.2. Bergsons Bildbegriff (image)
3.2.2.3. Wechselwirkung / Symbiose von Wahrnehmung und Erinnerungsbildern
3.2.2.4. Erinnerungsbild und Virtualität
3.2.3. Fazit des Bergsonschen Gedächtnismodells
3.2.4.Vergleich Bergson – Freud
3.2.5. Bergson und das Kino
3.3. EXKURS: Chris Markers La Jetée als Veranschaulichung für Bergsons Gedächtnisdispositiv
3.3.1. Inhaltsbeschreibung
3.3.2. Analyse des Films in Bezug zu Bergsons Gedächtnismodell
3.3.3. Heterogenität der Zeit über den Raum mittels der Fotografie

Kapitel 4: Gilles Deleuzes Zeitphilosophie des Films und sein Bezug zu Bergson anhand des Bewegungs-Paradoxes
4.1. Das Bewegungs-Bild und das Zeit-Bild
4.1.1. Deleuzes Bezug zu Bergson anhand des Bewegungs-Paradoxes
4.1.2. Das Paradox des Bewegungs-Bildes
4.2. Deleuzes direkte Zeit-Bilder
4.2.1. Grundideen des Zeit-Bildes: Die Krise des modernen Kinos
4.2.2. Einordnung der Deleuzschen Zeit-Bilder
4.2.3. Die ersten zwei direkten Zeit-Bilder
4.2.4. Die Schaubsche Interpretation des Intervalls als das 3. direkte Zeit-Bild
4.2.5. La Jetée in Bezug zu der Idee des Deleuzschen Zeit-Bildes

Kapitel 5: Die Konzeption des Kristall-Bildes als
5.1. Doppelnatur des Deleuzschen Bildes: Aktualität versus Virtualität
5.1.1. Zum Begriff des Virtuellen
5.1.2. Ununterscheidbarkeit von aktuellen und virtuellen Bildmomenten
5.2. Das Kristall-Bild
5.2.1. Das Kristall-Bild als bildtheoretische Erklärung für Freuds Konzeption der Hysterie und Bergsons Gedächtnisdispositiv
5.2.1.1. Deleuzes Bildbegriff veranschaulicht an der Zeitlichkeit der Hysterie
5.2.1.2. Die Hysterie-Konzeption Freuds als Kristall-Bild
5.2.2. Das Kristall-Bild als bildtheoretische Erklärung für Bergsons Gedächtniskonzeption
5.2.2.1. Die Fotografie als Medium hysterischer Zeitverzerrung
5.2.2.2. La Jetée bzw. das Bewegungs-Paradox als kinematografische Hypothese
5.2.3. Fazit Kapitel 5

Kapitel 6: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

ABBILDUNGSVERZEICHNIS (aus dem Internet am 01.07.2004)

LITERATURVERZEICHNIS

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